Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
Geotope im Westerwald
  
Beiträge von Karl Kessler u. Eberhard Klein (2005)
Was ist ein Geotop
Geotope im Westerwald
Geotope u. archäologische Denkmäler
Geotopvernetzung im Westerwald
Geoland Westerwald
Den Stein ins rollen bringen

Was ist ein Geotop?
Geotope definiert (LOOK 1971) als... erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Kenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile. 
Natürlich gibt es zahlreiche Überschneidungen zu den Biotopen, die teilweise den Wert eines Geotops erhöhen, andererseits aber auch zu Konflikten führen. Letzteres ist dann der Fall, wenn z.B. Steinbruchwände freigeschnitten werden müssen oder ein Geotop nicht mehr wegen Unterschutzstellung betreten werden kann. 
Vorbildhaft wurde dieses Problem im ehemaligen Steinbruch „Mahlscheid“ bei Herdorf gelöst, wo eine Aussichtsplattform errichtet wurde, oder im Basaltpark Bad Marienberg, der durch einen Rundwanderweg mit Informationstafeln zur Geologie, typischen Gesteinsarten und einem ehemaligen kleinen Maschinenraum, jetzt als Dokumentationsstätte des Basaltabbaus im Westerwald gestaltet, auch gute Einblicke in die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte bietet.

Was ist die Aufgabe des Arbeitskreises „Geotopvernetzung“ 
in der Gesellschaft für Heimatkunde?

Ziel dieses Arbeitskreises ist die Erfassung Westerwälder Geotope, die Vernetzung Westerwälder Museen mit geowissenschaftlichen Themen und dem Aufbau einer Infrastruktur, die sowohl der heimischen Bevölkerung als auch dem Touristen die Geologie des Westerwaldes nahe bringt. Dies wird durch die Erarbeitung von Exkursionen, Schautafeln, unterschiedlicher Publikationen (Faltblätter, Artikel in regionalen und überregionalen Zeitschriften, Geoführer Westerwald) und mit Vorträgen erreicht. Angestrebt wird die Mitarbeit der Kommunen, interessierter Bürger und Bürgerinnen, Fachleute aus den Geowissenschaften und des Tourismus, der Museen und Firmen der Rohstoffwirtschaft (Basalt, Trachyt, Ton).

Ein wesentlicher Grundpfeiler unseres Modells ist die Vernetzung der Museen. Für den Westerwaldkreis sind es zunächst das Landschaftsmuseum Westerwald, Hachenburg, das Tonbergbau-Museum, Siershahn, das Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen, Herdorf-Sassenroth, das Keramikmuseum Westerwald, Höhr-Grenzhausen und die Heimatstuben Bad Marienberg – Stadt und Raum. Die interessierten Besucher sollen dadurch in die Lage versetzt werden, über die Angebote innerhalb des Westerwaldes informiert zu werden, unter Umständen an den Standorten auch einzelne Exkursionen und Vorträge buchen zu können. Ein weiterer Grundpfeiler ist nicht zuletzt die enge Zusammenarbeit mit dem „Tertiär- und Industrie- Erlebnispark Stöffel e.V“. Der Hauptvorstand des Westerwald-Vereins e.V. unterstützt die Bestrebungen der GfH und hat zunächst die Federführung bei der Geotopvernetzung übernommen, der er eine hohe Bedeutung zumisst.

Noch wird im Stöffel Basalt abgebaut. Im Hintergrund befindet sich die weltbekannte Fossilienfundstelle. Die berühmtesten Funde werden im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg ausgestellt. (Foto Karl Kessler)

Wer bei der Geotopvernetzung mitarbeiten möchte, kann sich gerne melden bei: 
Eberhard Klein, Dürerstraße 18, 42119 Wuppertal, Tel.: 0151/721418321, E_Mail: geotouren@yahoo.de
Stephanie Funk
, Neue Straße 17, 56479 Westernohe, Tel.: 0175/7435118,  geotouren@yahoo.de
Karl Kessler
, Langgasse 1a, 56470 Bad Marienberg   karlkessler(ed)t-online.de

Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
letzte Bearbeitung: 06.12.13