Exkursion auf den Malberg bei Montabaur
Christoph Menges, Ötzingen

Historische Wanderung war ein voller Erfolg
Am 03.08.2013 konnte Bürgermeister Ansgar Ritz ca. 50 Teilnehmer an der Historischen Wanderung rund um den Malberg begrüßen.
Nach einer kurzen Einführung durch Christoph Menges in das Leben der Kelten, die Kämpfe der Römer gegen die Germanen und den Waldstreit zwischen den Malberggemeinden, brachen die Teilnehmer in Richtung Malberg auf. Der einsetzende Regen konnte die begeisterten Wanderer nicht von Ihrem Vorhaben abbringen und im Schutz der Bäume wurde die Wanderung fortgesetzt.




Am Malberg waren die Grenzsteine, die die Gemarkungen von Ötzingen, Leuterod und Moschheim markieren, eine der ersten Anlaufstellen. Im Verlauf der Tour erläuterte der Revierförster Thomas Schmidt die Lage von Köhlerplätzen im Malberg, die durch ein nahezu kreisrundes Plateau mit einem Durchmesser von ca. 8,0 - 12,0 m heute noch erkennbar sind und bis ins 19. Jahrhundert angelegt und betrieben wurden.

Die verbliebenen Ringwälle die die Kelten vor feindlichen Angriffen schützten wurden abgelaufen und Ihre Anordnung von Christoph Menges fachmännisch erklärt.
Am Gipfel angekommen wurde als erstes die Markierung des höchsten Punktes angelaufen. Der Malberg ist mit seinen 422 Metern über NN und seine markante Kegelform über die Grenzen des Westerwaldes erkennbar. Aus diesem Grund wurde er auch schon als Feuerberg genutzt.
Die nächsten Ziele waren der „Huhe Fils“ (vermutlich „Hoher Fels“) mit seinem Wackelstein und dem "Richterstuhl", eine Felsformation an der vor vielen Jahrhunderten, als die Kelten den Malberg besiedelten Gericht, gehalten wurde. An beiden Felsen wurden Hinweisschilder angebracht, die Nathan Zoth gebastelt hatte.

Die Kapelle im Malberg mit der kleinen Quelle war das nächste Ziel. Dem Quellwasser werden Heilkräfte nachgesagt. Insbesondere bei Augenleiden soll das Wasser helfen. Am Tag der Begehung nutze dies nichts, da die Quelle durch die Trockenheit der letzten Wochen ausgetrocknet war.


Am Rückweg führte der Weg noch am imposanten Wildweiberstein vorbei, die Sage dass dort drei Wildweibchen gewohnt haben sollen wurde von Jonas Ritz kurz erläutert.  Der Rückweg führt die Gruppe dann bei strahlendem Sonnenschein zurück zum Feuerwehrgerätehaus, wo die Nutzung des „Appe Stielche“ als Hinrichtungsstätte erläutert wurde.
Abschließend bedankte sich Ansgar Ritz bei allen Teilnehmern für die Rege Teilnahme und insbesondere bei Christoph Menges für die gut vorbereitete Führung.


Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
letzte Bearbeitung: 07.10.13